Montag, 13. Juni 2011

Nun aber schnell..



..weiter im Text. Ich hänge hinterher und ich erlebe jeden Tag so viel. Es ist schade, dass es jetzt schon nur noch Zusammenfassungen gibt. Ich hoffe, ich schreibe in nächster Zeit wieder öfter. Aber ihr werdet euch alle denken können, dass ich hier einfach LEBE und nicht unbedingt meine Zeit mit Blog schreiben verbringe.
Dass ich die Tage und Monate durcheinander würfle liegt sicherlich auch daran, dass ich hier einfach LEBE. Ich schaue kaum auf die Uhr oder in den Kalender.

Am Dienstagabend machten Silvia und ich wieder unser "workout". Mit Skates und Rad ging es von ihr aus bis nach Järvenpää Zentrum. Insgesamt legten wir circa 20km zurück und es fühlte sich gut an!

Mittwoch, der 1.Juni sollte bereits mein letzter Arbeitstag der Woche sein und ich genoss die Zeit mit Santeri. Am Nachmittag fuhr ich mit Silvia nach Helsinki und da verbrachten wir den Abend mit Eis, Pizza, Robyn und später auch der französisch Schweizerin Luise. Unsere Wege führten uns in eine Bar am Kamppi, wo wir die Zeit verbrachten, bis ich mich auf den Weg zum Flughafen machte. In Helsinki wird an jeder Ecke mit Schildern gespart und so kam es, dass mein Navigationloser GÜNTHER, Silvia und ich mal wieder auf der falschen Straße unterwegs waren. Nervös kurvten wir herum und die Zeit verflog. Am Flughafen stand sie allerdings still und es vergingen gefühlte Stunden, bis mein Mario mir müde in die Arme fiel.
Minnami und Mikko freuten sich, einen Gast begrüßen zu dürfen und als wir ins Bett gingen, wurde es schon wieder hell.. wie gesagt, in Finnland kein Wunder.

Donnerstag, 2.Juni:
Wir zögerten nicht lange und packten nach dem Frühstück zwei Fahrräder und ein Picknick ins Auto und fuhren zum Tuusulanjärvi (großer See bei Tuusula). Auf einem Parkplatz an der alten Kirche wurde GÜNTHER zurückgelassen und die Tour um den See angetreten. Ein kleines "Segelboot-Treffen" lud uns zum Staunen ein und so genossen wir das Wetter auf einem Steg und schauten uns das Treiben auf dem See an.




Da ich diese (manchmal anstrengende) Angewohnheit habe, irgendwelche Menschen in eine Gespräch zu verwickeln, bekamen wir die Möglichkeit auf eines der Segelboote zu gelangen. Das war eigentlich nichts Besonderes, denn jeder konnte das an diesem Tag, aber wir wussten das nicht so richtig. So kam es das Mario und ich das erste Mal in unserem Leben auf einem Segelboot über einen See schwebten. Das hat richtig gefetzt! 


(in dem Boot, bei welchem auf dem Bild das Segel runtergelassen ist, saßen wir)

Zufrieden strampelten wir mit unseren Drahteseln weiter und fanden in einem Park in Jarvenpää eine neue verlockende Rast-Wiese. Die Radtour umfasste insgesamt (mit Umwegen) vielleicht 25km.
 Wieder zu Hause angekommen waren wir ordentlich müde, aber ans Schlafen war längst nicht zu denken. Während ich mich mit Santeri beschäftigte, half Mario meinem Gastvater bei ein paar Dingen im Garten. Ich machte das erste Mal in meinem Leben eine Lasagne und schließlich feuerten wir die Sauna an. Es wurde gegessen, ein Saunabad genommen und schließlich rundete ein Schlummertrunk den Abend ab. 
Der kleine Santeri ging natürlich eher ins Bett, aber ich kann mir vorstellen, dass wir auch so friedlich aussahen nach diesem Tag.


Freitag, 3.Juni:
Mario und ich trödelten so in den Tag hinein und fuhren erst um die Mittagszeit nach Helsinki. Die Stadtrundfahrt lohnte sich nicht mehr, also nahmen wir eine Fähre zur Festungsinsel Suomenlinna ("Finnenburg"). Nach einem richtig leckeren Mittagessen am Hafen traten wir die Überfahrt an.


..da freuen sich zwei über einen gemeinsamen schönen Tag


Sicht von der Fähre auf Helsinki

Mit begrenzter Motivation erkundeten wir die windige Insel Suomenlinna und deren Nachbarinseln, welche durch Brücken zu erreichen waren. 
Die Festung steht auf der Liste des UNESCO-Weltkulturerbes. Die Inseln werden heute noch von etwa 950 Menschen bewohnt und sind zudem Arbeitsplatz von 300 Personen. Neben einigen Museen befindet sich auf den Inseln auch die Marineschule des finnischen Militärs, weshalb die Festung vom Bildungministerium verwaltet wird.

Die Reste einer kleinen Stadt und Denkmäler geben einen Einblick in die Geschichte von Finnland, welches lange Zeit der Herrschaft dem russischen Zaren Alexander unterlag. 





(im Hintergrund sieht man noch den Dom von Helsinki)



Zum Abschluss gönnten wir uns ein kaltes Getränk auf der Sommerterrasse und fuhren gegen 18:30Uhr mit der Fähre zurück nach Helsinki..





Erschöpft und hungrig schleppten wir uns ins "Amarillo", wo wir unsere Gaumen mit den feinsten Leckerein verwöhnten, bis wieder ein langer Tag dem Ende entgegen ging.

Samstag, der 4.Juni:
Am Morgen entspannten wir, Santeri war kuschelbedürftig und schließlich putzten wir uns für die Abschlussparty von Tuomas (Minnami´s ältester Sohn) heraus. Am frühen Nachmittag liefen die Vorbereitungen auf Hochtouren, denn 80-100 geladene Gäste mussten versorgt werden. An "Hilfepersonal" mangelte es nicht und Mario und ich packten ordentlich mit an. Der Star des Tages hatte seinen Spaß, die Gäste fühlten sich wohl und auch mit unseren Aufgaben waren wir nicht überfordert- alles in allem eine gelungene Party.





(v.l.n.r. Minnami´s Eltern, Minnami, Jukka (Tuomas´ Vater) und  der glückliche Absolvent Tuomas)



Es wurde gegessen, getrunken, geredet, gelacht, gedrückt, geweint, gesungen..













Gegen 8 verließen Mario und ich die Party, weil wir eigentlich vorhatten, nach Helsinki zu fahren, aber da ich anscheinend einen kleinen Sonnenstich vom Vortag hatte, wollte ich lieber etwas ruhiges machen.
So kam es, dass wir mit GÜNTHER zum See fuhren und einfach noch die Abendstimmung genossen.



die Punkte am Himmel sind Heißluftballons :)



Sonntag, 5.Juni:
Mit GÜNTHER ging es am Vormittag zum Olympiastadion in Helsinki und weiter mit dem Sightseeing-Bus inklusive Audioguide durch die Stadt.






..und am "Glaspalast"..

(Gar nicht mal so schön!)

.. und zum Esplanaden Park.



Schließlich warfen wir auch noch einen Blick auf die Havis Amanda.
Liebe Grüße sendet Wikipedia:
Havis Amanda (1905, Höhe einschließlich Brunnenbecken 5 Meter) ist eine Bronzestatue von Ville Vallgren, die im Mittelpunkt eines Brunnens am Rand des Kauppatori-Platzes im Zentrum von Helsinki steht. 
Die bronzene Statue stellt eine Meerjungfrau dar, die sich entschieden hat, ihre Heimat im Meer zu verlassen und an Land zu gehen. In Vallgrens Phantasie ist Havis Amanda die Verkörperung Helsinkis, der Tochter der Ostsee. Sie ist somit die Seele der Stadt am Ufer. Er hat sie in dem Moment abgebildet, als sie ihre ersten Schritte an Land macht. Sie wirft über Ihre Schulter noch einen letzten Blick zurück auf das Meer. 
Die Aufstellung der Statue 1908 erregte wegen der ausgeprägten Kurven und ihrer Nacktheit einiges Aufsehen, es wurde gefordert, sie an einen weniger prominenten Platz zu verlagern. Ärzte stellten fest, dass die Anatomie der Figur so nicht stimmen kann und die um sie herum platzierten Seelöwen wurden wegen ihrer Exotik ebenfalls zum Stein des Anstoßes.
Havis Amanda, umgangssprachlich auch "Manta" genannt, steht im Mittelpunkt der Feierlichkeiten an Vappu, dem finnischen Maifeiertag. Sie wird von den Studenten zunächst gewaschen und bekommt dann, begleitet vom Jubel tausender Zuschauer, eine Studentenmütze aufgesetzt.


Ein Abstecher zum Dom von Helsinki durfte nicht fehlen, denn dieser ist das bekannteste Wahrzeichen der Stadt.  

 
Ein weiterer Bus brachte uns auf einer informativen Fahrt zum Kaivopuisto-Park, wo wir ein bisschen laufen wollten.




Mario und ich schlenderten am Hafen entlang und der Plan war, an der nächsten Sightseeing-Bus-Station wieder in einen Bus einzusteigen.


Doch unser Plan ging nicht auf, denn das Sightseeing-Unternehmen schickte uns keinen Bus zur Station 4. Genervt und richtig sauer rief ich die Nummer aus dem Prospekt an und lies meinen Frust raus. Eine Entschuldigung reichte mir nicht, denn zu Fuß mussten wir den Weg bis Station 5 zurücklegen und der Bus dort sollte der letzte für diesen Tag sein, was bedeutete, dass wir nirgends mehr aussteigen konnten. Zusätzlich bekamen noch die zwei Verantwortlichen an der zentralen Station eine Abreibung von mir und nach langen Diskussionen und Telefonaten mit der Chefin, bekam ich als Entschädigung Boat-Sightseeing-Gutscheine :) 

Mit einem Bus der "blauen Tour" fuhren wir zurück zum Olympiastadion und GÜNTHER brachte uns dann nach Tuusula, wo wir uns mit Silvia am kleinen Gelände vom Dorf-Rock-Festival trafen. Wir schauten uns das Spektakel, welches wohl eher für Kinder gedacht war, ein bisschen an und verbrachten schließlich den Abend bei uns im Garten..

Montag, 6.Juni:
Der Tag der Abreise war gekommen. Wir schliefen ein wenig aus, gingen mit Santeri im Wald spazieren und nach dem Mittag traten wir so langsam den Weg zum Flughafen an. Allein und traurig fuhr ich nach Hause, wo ich den Nachmittag, trotz schönem Wetter, verbrachte, denn mir ging es ganz und gar nicht gut.

Dienstag, 7.Juni:
Ich musste und wollte wieder arbeiten, denn der kleine Sonnenschein hatte mir ganz schön gefehlt durch das unregelmäßige Sehen..
Wir hatten beide viel Freude am Sommertag und verbrachten die meiste Zeit im Garten.

 little Summer-Boy :)


"hard work in the garden"

pusu!


Soweit so gut!.. Das wars erstmal für heute! Ich bemühe mich um weiteren schnellen Nachtrag!
Liebe Grüße sendet Ria




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